Rekord-Einsatz: 18 HyDry®-Boxen auf einer Baustelle!
- IRES Infrarot Energie Systeme GmbH

- 18. Dez.
- 2 Min. Lesezeit
18 HyDry-Boxen der Belfor Deutschland im Parallelbetrieb – Smart Monitoring für ein Großprojekt im Ingenieurbau
Beim Bau eines rund 70 Meter hohen Viadukts über das Neckartal wurde durch die BELFOR Deutschland GmbH, in enger Zusammenarbeit der Niederlassungen Freiburg und Stuttgart, ein umfassendes Monitoring-Konzept zur Korrosionsprävention von Spanngliedern umgesetzt.
Für die Überwachung der klimatischen Bedingungen innerhalb der Hüllrohre sind 18 HyDry®-Boxen gleichzeitig im Einsatz – der bislang größte Einzelauftrag dieser Art.
Ausgangslage & technische Herausforderung
In Spannbetonbauwerken werden die Spannglieder – hochfeste, armdicke Spannstähle in metallischen Hüllrohren – durch kontrollierte Vorspannung auf Druck beansprucht. Während einer mehrmonatigen Bauphase besteht ein erhöhtes Risiko von Feuchtigkeitseintrag und daraus resultierender Korrosion, bevor die endgültige Verfüllung bzw. Abdichtung erfolgt.
Für dieses Projekt galt es, über mindestens fünf Monate eine korrosionshemmende, trockene Atmosphäre in den Hüllrohren aufrechtzuerhalten und Messwerte durchgehend nachweisfähig zu dokumentieren.
Technischer Lösungsansatz
Während der Bauphase wird durch Adsorptionstrockner extrem vorgetrocknete Luft kontrolliert in die Hüllrohre eingeblasen und auf der Gegenseite wieder abgesaugt. So wird Kondensation von Feuchtigkeit in den Hüllrohren zuverlässig verhindert.
Für das Monitoring dieser Klimaführung wurden 18 HyDry-Boxen installiert. Relative, absolute Feuchte sowie Temperatur der Prozessluft werden in Echtzeit erfasst.
Die Messwerte werden in der Cloud gesichert, visualisiert und automatisiert protokolliert. Abweichungen können frühzeitig erkannt und Maßnahmen an der Belüftungsanlage unmittelbar eingeleitet werden.
Nachweisführung & Qualitätssicherung
Die kontinuierliche Aufzeichnung der Klimadaten dient der Belfor Deutschland als belastbarer Nachweis, dass die vorgegebenen Grenzwerte zur Korrosionsprävention über die gesamte Projektlaufzeit eingehalten wurden. Die digitalen Messprotokolle ermöglichen:
transparente Dokumentation gegenüber Bauherr, Prüfinstanzen und Gutachtern
lückenlose Rückverfolgbarkeit aller Messreihen
revisionssichere Qualitätssicherung nach definierten Vorgaben
Fazit
Der Einsatz von 18 HyDry-Boxen in einem komplexen Infrastrukturbauprojekt zeigt das Potenzial digitaler Monitoring-Systeme im Ingenieurbau: mehr Sicherheit, bessere Nachweisführung und frühzeitige Intervention bei Abweichungen – mit geringem Personalaufwand und hoher Datenqualität.






