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Handeln – Die richtige Maßnahme beginnt mit der richtigen Entscheidung

Autorenbild: Mirko Grammel
Mirko Grammel
vor 14 Stunden
3 Min. Lesezeit

Wir haben gemessen. Wir haben die Ergebnisse eingeordnet. Wir haben versucht, den Schaden als Ganzes zu verstehen.


Jetzt müssen wir handeln.


Doch professionelles Handeln in der Wasserschadensanierung bedeutet nicht einfach, möglichst schnell möglichst viele Geräte aufzustellen.


Es bedeutet, aus den vorhandenen Erkenntnissen die passende Sanierungsstrategie abzuleiten.


Damit sind wir beim dritten Schritt unseres Prinzips:

Messen. Verstehen. Handeln. Lernen.



Nicht jeder Schaden braucht dieselbe Lösung

Wasserschäden können auf den ersten Blick ähnlich aussehen und trotzdem völlig unterschiedliche Maßnahmen erfordern.


Der Grund liegt im Detail.


Welche Konstruktion ist betroffen? Welche Materialien sind durchfeuchtet? Wie weit hat sich das Wasser ausgebreitet? Welche Bereiche sind zugänglich? Welche Randbedingungen bestehen vor Ort?


Aus diesen Informationen ergibt sich die Strategie.


Professionelles Handeln folgt deshalb nicht dem Prinzip: „So machen wir das immer.“

Sondern: „Was ist in dieser konkreten Situation technisch sinnvoll?“



Die Methode folgt dem Schadensbild

Trocknungstechnik ist kein Selbstzweck.


Geräte, Verfahren und technische Aufbauten sind Werkzeuge. Ihre Qualität zeigt sich nicht daran, dass sie eingesetzt werden, sondern daran, dass sie zur Aufgabe passen.


Deshalb beginnt eine gute Sanierungsmaßnahme nicht beim Gerät.


Sie beginnt beim Ziel.


Welche Bereiche sollen getrocknet werden? Welche Luft- und Feuchtebewegungen wollen wir erreichen? Welche Bauteile müssen berücksichtigt werden? Wie kontrollieren wir den Fortschritt?


Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich entscheiden, welche technische Lösung sinnvoll ist.



Handeln bedeutet auch kontrollieren

Mit dem Start einer Trocknungsmaßnahme endet die fachliche Arbeit nicht.


Im Gegenteil.


Jetzt beginnt die Phase, in der unsere Annahmen aus den ersten beiden Schritten überprüft werden.


  • Entwickelt sich der Schaden so, wie wir erwartet haben?

  • Zeigen die Kontrollmessungen den gewünschten Fortschritt?

  • Müssen Einstellungen oder Maßnahmen angepasst werden?


Professionelle Sanierung ist deshalb kein starrer Ablauf. Sie ist ein gesteuerter Prozess.

Messen und Handeln stehen dabei in ständiger Verbindung.


Wir handeln auf Grundlage unserer Messungen – und wir messen erneut, um die Wirkung unseres Handelns zu überprüfen.



So viel wie nötig – so wenig wie möglich

Eine gute Sanierungsstrategie sollte nicht danach beurteilt werden, wie viel Technik eingesetzt wurde.



Entscheidend ist, ob das Ziel zuverlässig, nachvollziehbar und mit angemessenem Aufwand erreicht wird.


Das verlangt technische Kompetenz.


Denn Überdimensionierung ist nicht automatisch Qualität. Unterdimensionierung ebenso wenig.


Die Kunst besteht darin, die Maßnahme an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.


Dafür müssen Techniker nicht nur Geräte kennen. Sie müssen Zusammenhänge verstehen, Entscheidungen treffen und diese begründen können.



Fachkompetenz zeigt sich in Entscheidungen

Genau deshalb beschäftigt sich die IRES Akademie mit mehr als einzelnen Verfahren.


Unser Ziel ist es, Handlungskompetenz zu fördern.


Teilnehmer sollen nicht nur lernen, wie etwas gemacht wird, sondern auch verstehen, warum eine bestimmte Vorgehensweise sinnvoll ist und wann eine andere Lösung besser wäre.


Denn auf der Baustelle steht nicht neben jedem Techniker ein Lehrbuch.


Dort müssen Entscheidungen getroffen werden.


Fachwissen wird deshalb erst dann wirklich wertvoll, wenn es in konkretes Handeln übersetzt werden kann.



Und wann sind wir fertig?

Diese scheinbar einfache Frage führt uns zum nächsten Thema.


Eine Maßnahme wurde durchgeführt. Die Kontrollmessungen zeigen eine Entwicklung. Irgendwann wird die Sanierung abgeschlossen.


Aber damit sollte der Prozess nicht enden.


  • Was hat funktioniert?

  • Waren unsere ursprünglichen Annahmen richtig?

  • Was würden wir beim nächsten vergleichbaren Schaden anders machen?

  • Welche Erkenntnisse können wir aus diesem Einsatz mitnehmen?



Mirko Grammel – Leitung IRES Akademie
Damit erreichen wir den vierten und vielleicht langfristig wichtigsten Schritt: Lernen. Denn echte Professionalität bedeutet nicht nur, einen Schaden erfolgreich zu bearbeiten. Sie bedeutet, aus jedem Schaden besser zu werden.

Mirko Grammel

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